Das liegt an

Wie Sie St. Martin neu sehen

Laternen, Weckmänner, Martinslieder und ein roter Mantel: St. Martin gehört zu den vertrautesten Festen im Kirchenjahr und wird in vielen Kitas gefeiert. Die Kinder und die Elternschaft, aber auch die pädagogischen Fachkräfte werden hingegen kulturell immer vielfältiger.
Sabine Bonhoeffer

Sabine Bonhoeffer

30.10.2026 · 4 Min Lesezeit

Sollte man also das Martinsfest religiös etwas „neutraler“ gestalten, damit sich alle angesprochen fühlen? Nein, denn ausgerechnet St. Martin ist eines der interkulturellsten Feste, das wir mit Kindern feiern können. Diese fünf Argumente eröffnen Ihnen eine neue Perspektive.

Argument 1: Menschlichkeit kommt vor Religionszugehörigkeit

Das Bild der Mantelteilung ist unzählige Male gestaltet worden. Die Szene hat sich vermutlich im Jahr 334 n. Chr. in der nordfranzösischen Stadt Amiens ereignet. Martin war zu der Zeit römischer Offizier und traf am Stadttor einen notleidenden Mann. Er zerschnitt seinen Mantel und gab dem Bettler eine Hälfte davon. In der folgenden Nacht soll Martin einen Traum gehabt haben: Christus erscheint ihm und trägt die eine Mantelhälfte.

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