Nicht nur für die beißenden/gebissenen Kleinkinder, sondern auch für deren Eltern ist diese Thematik vor allem emotional geladen. Lesen Sie im Folgenden, wie Sie beide Elternseiten verstehen und professionell auf sie reagieren.
Kennen Sie das auch? Grade noch waren alle Kinder zufrieden in ein Spiel vertieft und plötzlich schreit die ein Jahr alte Sara und der 2 Jahre alte Finn tobt. Als Sie schnell hineilen, sehen Sie, dass Sara gebissen wurde. Sie wissen: Für Kleinkinder zwischen dem ersten und dem dritten Lebensjahr ist dies in den meisten Fällen kein ungewöhnliches Verhalten. Dennoch löst das Beißverhalten immer wieder starke Gefühle bei den betroffenen Kleinkindern, ihren Eltern und auch in Ihrem pädagogischen Team aus, vor allem dann, wenn es zu Bisswunden kommt, die die Haut verletzt haben und noch für lange Zeit sichtbar sind.
Professionelle Begleitung in solch herausfordernden Situationen schaffen Sie, indem Sie alle möglichen Ursachen für das Beißverhalten in den Blick nehmen und den betroffenen Kindern responsiv gestaltete Interventionsmöglichkeiten anbieten.
Was bedeutet der Begriff „responsive Interaktion“?
Responsivität bedeutet „Antwortverhalten“ bzw. „sich auf jemanden abstimmen“. In der Interaktion zwischen Ihnen als Fachkraft und dem Kind wird die professionelle Responsivität als reflexiver, kultursensitiver Einsatz von intuitiv didaktischen Verhaltensweisen definiert. Sie zeigen in der Interaktion mit dem Kind besonders viel Wärme, Freundlichkeit und Humor. Außerdem spiegeln Sie die Emotionen, Bewegungen und Lautierungen des Kleinkindes und unterstützen es dabei, sogenannte „Scripts“ (Drehbücher des Alltags) für Alltagsroutinen, wie Essen oder Waschen zu erarbeiten.
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