Recht & Urteile

Unerlaubte Ton- und Videoaufnahmen in der Krippe – So reagieren Sie richtig

Smartphones machen es leicht, Gespräche heimlich aufzuzeichnen. Manche Eltern greifen in Konfliktsituationen zu diesem Mittel, um Druck auszuüben oder vermeintliche Beweise zu sammeln. Vielleicht haben Sie es selbst schon erlebt: […]
Rechtsanwältin Judith Barth

Judith Barth

24.02.2026 · 3 Min Lesezeit

Smartphones machen es leicht, Gespräche heimlich aufzuzeichnen. Manche Eltern greifen in Konfliktsituationen zu diesem Mittel, um Druck auszuüben oder vermeintliche Beweise zu sammeln.

Vielleicht haben Sie es selbst schon erlebt: Ein Elternteil zieht im Ge­spräch plötzlich das Handy hervor oder meint, er habe das letzte Ge­spräch mit Ihnen oder einer Kollegin auf­genommen und werde damit zur Leitung, zum Träger oder zum Jugendamt gehen. Das bringt Sie natürlich in eine schwierige Situation, auch wenn die Sache rechtlich klar ist: Mitschnitte von Gesprächen ohne Ihr Einverständnis sind kein Kavaliersde­likt, sondern ein Rechtsverstoß. Sie ver­letzen Persönlichkeitsrechte und sind ein massiver Vertrauensbruch.

Heimliche Mitschnitte sind ein massiver Vertrauensbruch

Gerade in der Arbeit mit Kleinstkindern ist Vertrauen aber die Grundlage für eine gelingende Erziehungspartnerschaft. El­tern müssen sicher sein, dass Sie ihr Kind verantwortungsvoll begleiten, und Sie brauchen die Gewissheit, dass Eltern res­pektvoll mit Ihnen umgehen. Wenn heim­lich Aufnahmen entstehen und ggf. noch mit deren Verwendung gegen Sie gedroht wird, ist dieses Verhältnis gestört.

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