Ein Kind stürzt, eine allergische Reaktion setzt ein – und die hinterlegte Handynummer ist seit Monaten nicht mehr aktuell. Im Notfall zählt jede Minute. Deshalb sollten zum neuen Kita-Jahr nicht nur neu hinzugekommene, sondern alle Eltern ihre Notfalldaten überprüfen. Informieren Sie sich hier, welche Daten Sie brauchen.
Veraltete Telefonnummer
Der 2jährige Ben reagiert beim Mittagessen plötzlich mit Hautausschlag und Atemnot. Eine pädagogische Fachkraft will die Eltern anrufen – doch die hinterlegte Nummer ist nicht mehr vergeben.
Erst über einen alten Notfallkontakt gelingt die Verbindung.
Rechtsgrundlage: Aufsichts- und Fürsorgepflicht
Mit der Betreuung übernehmen Sie die Aufsichts- und Fürsorgepflicht für jedes Kind. Dazu gehört, im Notfall schnell zu handeln und die Eltern zu informieren. Veraltete Kontaktdaten gefährden das Kind und belasten Ihr Team sowie das betroffene Kind in einer ohnehin schon herausfordernden Situation zusätzlich. Aktuelle Notfalldaten sind deshalb kein Bürokram, sondern aktiver Kinderschutz.
Das ist zu tun: Daten regelmäßig abfragen
Erfassen Sie von jeder Familie mindestens 2 aktuelle Telefonnummern, eine zweite abholberechtigte Person und einen Notfallkontakt, der nicht im selben Haushalt lebt. Halten Sie außerdem fest, ob das Kind Allergien, chronische Erkrankungen oder einen Medikamentenbedarf hat. Nutzen Sie dafür das Muster auf dieser Seite. Bitten Sie zum Kita-Jahresbeginn ausdrücklich auch alle Bestandsfamilien, es auszufüllen und Änderungen sofort zu melden.
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