FRAGE: „Mir fällt seit Wochen auf, dass sich eine Mitarbeiterin immer dann krankmeldet, wenn die Wetter- App mehr als 28 °C anzeigt. Sie ist am nächsten kühleren Tag wieder da. Wie soll ich auf diese Beobachtung reagieren? Kann ich anzweifeln, dass die Fachkraft tatsächlich krank ist?“
ANTWORT: Sie können mehr tun, müssen aber sehr sachlich vorgehen und dürfen keine leichtfertigen Verdächtigungen aussprechen.
- Sie können von der Fachkraft eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung schon ab dem 1. Krankheitstag verlangen. Stimmen Sie das mit dem Träger ab und teilen Sie es der Fachkraft schriftlich mit.
- Dokumentieren Sie die Häufung der Kurzkrankmeldungen samt Datum und Wetterlage. Aus der reinen Auffälligkeit folgt aber noch keine Konsequenz.
Suchen Sie in einer ruhigen Minute das Gespräch und konfrontieren Sie die Fachkraft sachlich und ohne Vorwurf mit dem offensichtlichen Zusammenhang zwischen Außentemperatur und Krankmeldung. Es ist gut möglich, dass die Hitze für die Kollegin tatsächlich belastend ist – etwa wegen einer Vorerkrankung. Fragen Sie offen, was Sie in der Kita unternehmen können, um die Kollegin bei Hitze zu entlasten.
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